PG St. Raphael

Tagesimpuls 02.04.2020

Frühling

Geh Du mit mir an Mauern entlang. Lass mich die Lücken finden, durch die das Lebensgrün sich windet.

Geh Du mit mir auf Spurensuche. Lass mich die Lebenszeichen entdecken - senfkorngroß.

Geh Du mit mir durch Dornenhecken. Lass mich die Knospen sehen, die mir verheißen: „Es wird.“

(Claudia Nietsch-Ochs)

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Tagesimpuls 01.04.2020

Der Tagesimpuls wurde weitergegeben von PR Stefan Heining, der auf diesem Weg alle grüßen lässt. Vielen Dank!

Brief in einer schweren Zeit

Liebe heilige Corona!

Schon seltsam, dass ich dich durch ein bösartiges Virus kennengelernt habe. Bisher wusste ich gar nicht, dass es dich gibt. Eine WhatsApp mit Bild und Text klärte mich auf: Du bist eine frühchristliche Märtyrerin und wirst auch als Patronin des Geldes und der Schatzgräber verehrt. Tatsächlich haben viele Menschen jetzt Geldsorgen. Das Corona-Virus bringt Gastwirte, Einzelhändler, Handwerker, Selbstständige und viele andere in existentielle Nöte. Ihre Sorgen kann ich gut verstehen, aber ich hoffe weniger auf ein Wunder als vielmehr auf großzügige und unbürokratische Hilfen für die Betroffenen. Allerdings wäre es falsch, nur die Politik in die Pflicht zu nehmen. In dieser Krise ist das Zusammenstehen aller gefragt. Solidarität und Rücksicht sind hilfreich, egoistische Hamsterkäufe sind es nicht! Es ist eine Realsatire, dass bei uns in Deutschland ausgerechnet das Klopapier ausgeht. Toll, was ich gelesen habe: Vielerorts erklären sich Jugendliche und junge Erwachsene bereit, Risikopatienten und solche in Quarantäne zu unterstützen, indem sie für diese einkaufen oder mit ihnen telefonieren. Ich bin sicher, die jugendliche Solidarität freut dich, liebe heilige Corona. Auch du hast bereits als Jugendliche unbeirrt deinen Glauben und deine Werte gelebt. Ich werde dich nicht darum bitten, die Pandemie durch ein Wunder aus der Welt zu schaffen. Vieles liegt jetzt an uns selbst. Wir sollten vorsichtig und rücksichtvoll miteinander umgehen und das Virus meiden wie der Teufel das Weihwasser. Apropos Weihwasser: Ist es nicht verrückt, dass sich das Teufelszeug mit Namen Sars-CoV-2 auch in diesem heiligen Gewässer aufhält? Da hilft nur eines: einen großen Bogen drum machen! Es soll ja Leute geben, die glauben, das Virus sei von Gott geschickt – als Strafe für gottloses Verhalten. Ich halte es lieber mit Jesus. Er lehrt: Man kann den Teufel nicht mit Beelzebul austreiben.. Will sagen: Gott hat es nicht nötig, das Böse mit dem Bösen zu besiegen. Vor allem wir Älteren sind von diesem Virus bedroht, sagen die Experten. Und sie raten zu Recht, uns besonders in Acht zu nehmen. Soviel Fürsorge und Achtung tut gut, offensichtlich gehören wir doch nicht zum alten Eisen. Wir werden hoffentlich unsererseits nicht vergessen, unsere Verantwortung für die Gesellschaft wahrzunehmen. Hat die Corona-Zeit nicht auch ihre Chancen? – Ich habe ein paar Vorsätze gefasst. Zum Beispiel, in der freien Zeit wieder mal kräftig aufzuräumen. Altes und Überflüssiges zu entsorgen. Nicht nur alte Sachen in den Regalen und Schubladen. Auch alte Vorurteile und Überzeugungen gehören raus. Veranstaltungen fallen aus, Sozialkontakte sollen gemieden werden. Ich werde viel Zeit zuhause verbringen. Das ist Zeit für mich. Ich kann nachdenken, lesen, meditieren, beten. Diese ganz spezielle Fastenzeit eignet sich gut dafür. Ich möchte angesichts der Corona-Krise hierzulande die weitaus größeren Probleme in der Welt nicht vergessen. Die Klimakrise und der Hunger in der Welt werden uns noch jahrzehnte-lang bedrängen. Das Schicksal der Menschen, die fluchtartig ihr Land verlassen müssen, weil sie um Leib und Leben fürchten, oder der an der Grenze Europas Gestrandeten kann uns auch in der Corona-Krise nicht kalt lassen. Ein Letztes: Viele finden es schlimm, dass sogar die Gottesdienste abgesagt wurden. Mir hat ein Satz im Evangelium des 3. Fastensonntags geholfen. Jesus sagt zur Samariterin: »Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet«, sondern »im Geist und in der Wahrheit« (Joh 3, 23f). Meine Gottesbeziehung ist also weder an bestimmte Orte noch an feste Rituale gebunden – auch nicht an das Sonntagsgebot. Es gibt viele Möglichkeiten, die Freundschaft mit Gott zu pflegen. Gerade jetzt, da ich mehr Zeit habe. Gottes Geist und Wahrheit begegnen mir immer und überall.

Helmut Schlegel OFM

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Tagesimpuls 31.03.2020

Meine Seele ist stille in dir (Gotteslob, Nr. 820)

1) Meine Seele ist stille in dir, denn ich weiß: Mich hält deine starke Hand. Auch im dunklen Tal der Angst bist du da und schenkst Geborgenheit. Meine Seele ist stille in dir. 2) Meine Seele ist stille in dir, du allein bist der Gott, der gerne hilft. Wer da bittet, der empfängt aus dem Reichtum deiner Herrlichkeit. Meine Seele ist stille in dir. 3) Meine Seele ist stille in dir, denn ich weiß: Du führst sicher an das Ziel. Du kennst meinen nächsten Schritt und du weißt um die Gefahr der Nacht. Meine Seele ist stille in dir. 4) Meine Seele ist stille in dir, denn ich weiß: Du bist da und richtest auf, wie der Regen dürres Land neu belebt und zum Erblühen bringt. Meine Seele ist stille in dir. Dieses Lied ist aus der Feder von Klaus Heizmann (*1944), Komponist, Musiker und Dirigent diverser namhafter Chöre der christlichen Musikszene. Der Text ist eine Paraphrase nach Psalm 62, in dem es heißt: „Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, von ihm kommt meine Hilfe (von ihm kommt meine Hoffnung). Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg; darum werde ich nicht wanken.“ (Ps 62, 2.6) Aufgewühlt durch die Erfahrungen des Alltags und der Angst, das erleben derzeit. Jeder mehr oder weniger intensiv. Gerade in der Ungewissheit einer Zeit, die sich schützen muss vor der Ausbreitung eines Virus. Eine Zeit, in der menschliche Nähe gebraucht wird, und gleichzeitig zum Gefahrenpotential wird. Im „dunklen Tal der Angst“ und in der „Gefahr der Nacht“ fragen wir: „Wo bist du, Gott?“ oder auch: „Wohin geht mein Weg?“ Der biblische Beter rät: „Sei still vor dem Herrn und harre auf ihn.“ (Ps 37,7) Der Prophet bilanziert: „Nur in Umkehr und Ruhe liegt eure Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen euch Kraft.“ (Jes 30,15) Und Jesus selbst lädt ein: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Mt 11,28) Inmitten der vielen Nachrichten und Zahlen dieser Tage - Vertrauende Stille Zwischen den Meinungen und Hinweisen - Hinhören auf Seine Liebe In allen Fragen und Sorgen - Mein Ohr an seinem Wort Solch eine "stille Zeit" in meinem Gebet und meinem mit Auflagen belasteten Alltag zu finden und zu üben stärkt Vertrauen und lässt mich in einer Hoffnungsmelodie vor mich her summen: Meine Seele ist stille in dir - ein Mantra meiner Kraft.

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Tagesimpuls 30.03.2020

EINE TASSE TROST

Es gibt einen merkwürdigen niederländischen Ausdruck für eine Tasse Kaffee: eine Tasse Trost.

Das Wort hat einen altmodischen Klang. Die Jugend versteht, was man meint, verwendet den Ausdruck selbst kaum. Eine Tasse Trost, das erinnert an die Küche der Großmutter. Und die Geborgenheit, die man dort als Kind gefunden hat. Wir brauchen solche Orte der Geborgenheit und des Trostes. Für mich ist das in Wien; die Sakristei des Wiener Stephansdomes.

Das ist wohl etwas befremdend? Denn meistens sind Sakristeien nicht unbedingt Orte des Trostes, eher der Hektik und der Nervosität.

Hektik gibt es natürlich auch in der Wiener Domsakristei. Aber hinter der barocken Ausstattung der Sakristei verbirgt sich ein Kammerl mit einer Kaffeemaschine, Kaffeetassen und der Zeitung von drei Tagen zurück.

Für mich ist das der menschlichste Ort am Stephansplatz. Sicher, der Dom ist schön und beeindruckend. Aber manchmal fühlt man sich dort schon etwas verloren. Sehr unpersönlich ist der Dienst dort oft. Ein wenig traurig fühlt man sich dann und zum Selbstmitleid aufgelegt. Und man sucht sich einen Zufluchtsort. Den findet man dann in diesem versteckten Nebenraum, wo der Dommesner oder ein Domsakristan zuhört mit dem geduldigen Ohr eines Beichtvaters. Und auf eine Tasse Kaffee einlädt, eine Tasse Trost.

Aus: Joop Roeland, Die Stimme eines dünnen Schweigens, Kleine Wörter, Gedanken und Meditationen. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck Wien 2003.

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Thomas Amrehn Tagesimpuls 29.03.2020

Noch einmal die Fürbitten aus dem Gottesdienst heute

An den lebendigen Gott wenden wir uns und bitten für die Menschen auf der ganzen Welt: Hör unser Bitten; die Angst in uns wende; Feuer des Heiligen Geistes uns sende.

Wir bitten um das stärkende Gefühl der Zusammengehörigkeit für alle, die in diesen Tagen unter den Ausgangsbeschränkungen besonders leiden:

Kinder und Enkel, die ihre Eltern und Großeltern nicht mehr sehen dürfen. Alleinstehende, die auf ihre alltäglichen Kontakte verzichten müssen. Jene, deren Angehörige und Freunde im Ausland leben und nicht mehr nach Hause können. Hör unser Bitten; die Angst in uns wende; Feuer des Heiligen Geistes uns sende. Wir bitten um die Gabe des Friedens und der Heimat für alle, die unter Kriegen, Flucht und Vertreibung leiden:

Die Millionen Flüchtlinge in Syrien und auf der ganzen Welt. Die Gestrandeten an den Grenzen Europas alle, die durch Krieg, Terror und Gewalt entrechtet sind. Hör unser Bitten; die Angst in uns wende; Feuer des Heiligen Geistes uns sende. Wir bitten um Beistand und Hilfe für alle,

die in diesen Tagen an der Covid-19-Krankheit erkrankt sind und Symptome zeigen für alle, die in der Ungewissheit einer Ansteckung leben alle, die auf intensivmedizinische Hilfe angewiesen sind. Hör unser Bitten; die Angst in uns wende; Feuer des Heiligen Geistes uns sende. Wir bitten um Kraft und Hoffnung für alle,

die anderen in dieser Krise beistehen in den Berufen der Gesundheitsfürsorge und Medizin, der Forschung und Technik den Einrichtungen und Berufen, die uns täglich mit den Lebensgrundlagen versorgen und unser Zusammenleben aufrecht erhalten. Hör unser Bitten; die Angst in uns wende; Feuer des Heiligen Geistes uns sende. Wir bitten um Segen und Aufmerksamkeit für alle,

die in diesen Tagen pflanzen und ernten und für die Schöpfung sorgen die unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie leiden und sich um ihre Existenz und die ihrer Betriebe, Geschäfte und Einrichtungen ängstigen die in ihrer Seele von Angst aufgewühlt sind. Hör unser Bitten; die Angst in uns wende; Feuer des Heiligen Geistes uns sende. Wir bitten um Geduld und Gottvertrauen für uns selbst,

die wir nicht wissen, wann die positiven Auswirkungen aller Maßnahmen Erfolg zeigen. die wir in einer Situation leben, die verunsichert und an unsere Gemeinschaft rührt die wir uns trösten und gegenseitig ermutigen wollen. Hör unser Bitten; die Angst in uns wende; Feuer des Heiligen Geistes uns sende. Wir bitten um Trost und Nähe

für alle, die an den Folgen dieser Krankheit sterben mussten und müssen, oftmals alleine; für alle Opfer des Corona-Virus auf der ganzen Welt; für alle Verstorbenen, besonders der Opfer der Kriege, des Terrors und der Gewalt. Hör unser Bitten; die Angst in uns wende; Feuer des Heiligen Geistes uns sende. Pfr. Amrehn erreichen Sie unter der Nummer des Pfarramtes 09723/1433 oder Handy 0175 7649655. Gerne können Sie auch eine Mail schreiben:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Auch können Sie Anliegen, Anregungen und Anfragen in die Briefkästen am Pfarrhaus Unterspiesheim, Kirchgasse 6 einwerfen. Tagesnachrichten vom 28.03.20 KAB Gernach Die Verantwortlichen der KAB Gernach verweisen noch einmal darauf, dass die für morgen anberaumte Jahreshauptversammlung angesichts der staatlichen Bestimmungen auf einen nicht näher bestimmten Termin verschoben wird. Eine rechtzeitige Einladung wird dann erfolgen. Gottesdienst am 29.03.20 Morgen um 10.15 Uhr beginnt in der Kirche St. Sebastian der Gottesdienst am Sonntag, den Sie über die neuen Medien mitfeiern können. Link auf der Homepage  https://pg-st-raphael.de

Auf der Homepage  https://pg-st-raphael.de/aktuelles/gottesdienste finden Sie auch:

Die Bastelvorlage, die in diesem Gottesdienst benutzt wurde. Die Bekanntgaben aus diesem Gottesdienst Tagesnachrichten mit Tagesimpulsen Links und Hinweise für verschiedene spirituelle Angebote Hinweise auf die Feier und Übertragung der Gottesdienstes aus der Kirche St. Sebastian am Sonntag, 05.04.20 10.15 Uhr Palmsonntag Donnerstag, 09.04.20 19.30 Uhr Gründonnerstag Freitag, 10.04.20 15.00 Uhr Karfreitag Samstag, 11.04.20 21.00 Uhr Osternacht Sonntag, 12.04.20 10.15 Uhr Ostersonntag Montag, 13.04.20 10.15 Uhr Ostermontag Sonntag, 19.04.20 10.15 Uhr Weißer Sonntag Evangeliumsblätter für Kinder Für Kinder hat der Deutsche Katechetenverein in München zum kostenlosen Download die „Evangeliumsblätter“ eingestellt unter  https://www.katecheten-verein.de/de/aktuelles/biblische-unterstuetzung-in-zeiten-von-corona-dkvbietet-sonntagsblaetter-zum-kostenlosen-download/ Auch für Erwachsene gibt es ein biblisches Sonntagsblatt zum kostenfreien Download  https://www.dioezese-linz.at/site/bibelwerk/downloads/praktisches/article/141520.html Anliegen/Fürbitten für die nächsten Sonntagsgottesdienste Wer möchte, kann sein Anliegen und Gebetswunsch auch per mail an mich schicken. Ansonsten finden Sie Kästen mit der Möglichkeit zum Einwurf von Gebetsanliegen in den Kirchen. Bußgeldkatalog Ich hänge dieser Nachricht den gestern veröffentlichten Bußgeldkatalog bei. Bitte beachten Sie, dass er gerade auch in der Kirche gilt. (Mindestabstand etc.) „Netzwerk Miteinander“ Jeden Tag ergeben sich im Rahmen der Corona-Prävention neue Fragen und Probleme in fast allen Bereichen unseres Lebens. Viele Informationen und Vernetzungen werden gebraucht und erfolgen müssen, um unseren Alltag aufrechtzuerhalten und auch die finanziellen Folgen zu tragen und zu einem geordneten Ablauf zurückzukehren. Im „Netzwerk Miteinander“ ist allen (Betrieben, Vereinen, Gruppen, Einzelpersonen) die Möglichkeit der Kontaktaufnahme und -vermittlung gegeben. Hier erste Infos. In unseren Orten, in denen wir gerade auch von der Landwirtschaft und der Intensivkultur des Spargelbaus leben, beginnt augenblicklich die Spargelernte. Sie erhalten die gewohnt gute Ware derzeit bereits in den Hofläden der Familien: Spargelhof Pretscher Hauptstr. 9, Unterspiesheim 09723/4277 Spargelhof Wider Schafgasse 2, Unterspiesheim 09723/2964 In diesen schwierigen Zeiten der Einbringung, des Absatzes und der Vermarktung der Ernte danken die Familien allen Kunden, die hier oder in den Verkaufsläden der Umgebung im Einkauf die Treue halten. Gleichzeitig würden noch Helferinnen und Helfer im Verkauf (Fam. Wider) oder bei der Ernte (Fam. Pretscher) benötigt. Bei einem Anruf erfahren Sie nähere Informationen über Formen der Mithilfe. Spargelhof Weilhöfer Lange Gasse 3, Gernach 09723/7498 lässt alle Kunden herzlich grüßen. Hier wird es noch einige Tage dauern, bis die Ernte beginnen kann.

Allen einen guten Sonntag! Bleiben Sie gesund und seien Sie gesegnet Gruß Thomas Amrehn

Der Tagesimpuls wurde ausgewählt von Wolfgang Lukas, Gernach. Vielen Dank dafür! Tagesimpuls (28.03.20) Was ist mit dir, Lazarus? Scheinbar tot - wie das Lagerfeuer, das vor vier Tagen noch munter flackerte, und von dem heute nur noch die graue Asche zeugt. Aber ein Hauch, Atemstoß, Luftzug ruft es wieder wach, weckt die Glut. Scheintot - wie die blassen Gestalten, die gegen Morgen die Kneipe verlassen, torkeln, taumeln, vergessen haben, wie sie heißen. Ein lauter Ruf, fast schon ein Schrei muss es sein, der sie ernüchtert, aus dem Koma holt, zurück ins Leben. Mausetot - wie die überfahrene Katze, die mitten auf der Dorfstraße liegt und keiner kommt und hebt sie auf, gibt ihr ein Grab. Fühltest du dich auch wie ein toter Kadaver, als Jesus, dein Freund, mit lauter Stimme nach dir rief? Wenn Jesus ruft - von göttlicher Seite beauftragt, das geht durch Mark und Bein, dann werden die Toten wach, da gibt es keine Ausreden, kein Liegenbleiben, da bleibt kein Stein auf dem anderen. Du lebst! (Regina Groot Bramel)

27.03.2020_Bußgeldkatalog.pdf

29.03.20_Tagesnachrichten.pdf

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