PG St. Raphael

Veranstaltungen ab 11. Oktober 2019

  • Beginnt am 11. Oktober 2019 06:30

    Der Guss dreier Glocken ist für die Pfarrgemeinde St. Ägidius Gernach ein Jahrhundertereignis. Am Freitag, 11.10.2019 soll es nun soweit sein: die hessische Firma Rincker (gegründet 1590) in Sinn wird die drei neuen Glocken zusammen mit den Glocken der Kirchengemeinde Reusch bei Uffenheim gießen. Bereits am Montag, 07.10.19 wird Fa. Markewitsch die alten Glocken aus dem Turm der Ägidiuskirche entfernen und mit der Demontage des alten Glockenstuhls beginnen. Seit Jahrhunderten folgt die Ausführung eines Glockengusses den gleichen schier unzähligen Arbeitsschritten, für die es ein Viertelahr Vorbereitung benötigt. Zunächst wird ein Glockenton festgelegt. Nach diesem wird die Form der Glocke errechnet. Mit einer Schablone, die an einer Spindel befestigt wird, wird ein grober Materialkern aus Lehm und Stroh (oft vermischt mit Pferdedung) bearbeitet und in Form gebracht. In mehreren Schichten wird auf das Materialgebilde wiederum Feinlehm aufgebracht und mit der Schablone verschliffen. Der entstandene Glockenkern bildet später den Hohlraum in der Glocke ab. Eine zweite größere Form wird über dem Glockenkern gestülpt, sodass der Hohlraum dazwischen die spätere Glockenwand ist. Aus Wachs wird die Glockenzier (Bild, Umschrift, Zierstreifen) aufmodelliert. Es entsteht eine sog. „falsche Glocke“, weil sie ein Negativ der späteren Glocke ist. Sie hat eine Glockenkrone mit verschiedenen Einfülllstutzen für das Gussmaterial, bzw. Austrittsöffnungen für das entweichende Gas. Auf diese falsche Glocke wird nun der feinere Lehm aufgetragen bis ein bestimmt starker Glockenmantel entstanden ist, der genügend fest ist, damit er dem Gussmaterial auf keinen Fall nachgibt. Dann wird unter der Glocke ein Feuer entzündet, damit das Wachs der aufgetragenen Verzierung ausschmilzt und die Abdrücke der Glockenzier sich einbrennen. Nach ein paar Wochen wird die Hülle heruntergehoben und die „falsche Glocke“ kommt wieder zum Vorschein. Diese wird zerschlagen und die Hülle wird wieder auf die Form gesetzt. Entstanden ist nun der Hohlraum, der für den Guss gebraucht wird und in den hinein die Bronze fließt. Verschiedene Glockenformen werden nun in den Boden gesetzt und nochmals mit Erde umgeben, damit eine zusätzliche Stabilität für den Guss gegeben ist. Der Guss selbst, dem wir beiwohnen werden, ist die schwierigste Arbeit bei diesem Verfahren. Sollte hier etwas schief gehen, kann die Vorarbeit eines Vierteljahres über den Haufen geworfen sein. Nicht zuletzt deshalb werden Glocken immer an einem Freitag um die Sterbestunde Jesu (15.00 Uhr) herum gegossen. Traditionell wird vor dem Guss ein Gebet gesprochen. Ruhe muss herrschen beim Gussvorgang. „In Gottes Namen“ heißt es dann, wenn der Ofen aufgeschlagen wird und die 500 Grad heiße Flüssigkeit über Kanäle in die Formen läuft. Genau müssen die Kommandos des Gießers von den Arbeitern gehört und ausgeführt werden. Ist eine Form gefüllt wird sie verschlossen und eine andere geöffnet bis schließlich alle Formen volllaufen. Erst wenn die Glocken aus ihren Formen ausgepackt sind - und sie müssen eine Woche abkühlen - werden sie gereinigt und angeschlagen. Mit der Hand muss der eingebrannte Lehm aus den Verzierungen ausgeschlagen werden. Unsere Glocken sind aufeinander abgestimmt und das muss am Ende geprüft werden. Der kirchliche Glockensachverständige gibt die Freigabe und über die Werkstatt Willing werden die Glocken zur Weihe nach Gernach kommen. Sollte alles gelingen, können wir am Kirchweihsonntag, 24.11.19 die drei neuen Glocken empfangen und weihen. Am Kirchweihmontag, 25.11.19 sollen sie aufgezogen werden. Dann werden sie im Glockenstuhl aufgehängt. Armaturen, Joch, Aufhängung und Holzglockenstuhl wird Fa. Willing mit ihren Partnern ausführen. Die Schallläden werden nach den vorgesehenen Richtlinien ausgeführt und in den Turm der Kirche verbracht.und nach dem Einbringen der Schallläden kann ein erstes Läuten dann erfolgen. Die größte Glocke des neuen Geläutes wird entsprechend dem historischen Geläut von 1908 dem Herzen Jesu geweiht sein. Sie soll das Herz-Jesu-Bild der Kirche Gernach mit einer Umschrift tragen. Die zweite Glocke wird die Marienglocke sein. Sie ist beim dreimaligen Angelus am Tag zu hören. Sie trägt das Marienbild der Gernacher Kirche als Zier. Die dritte Glocke wird dem Hl. Kirchenpatron Ägidius geweiht sein. Dringend benötigt die Kirchenstiftung noch Spenden für dieses Jahrhundertwerk. Es sind ja nicht nur die Glocken, wir benötigen auch einen neuen Glockenstuhl, Klöppel, Läutmaschinen, Elektrifizierung, statische Gutachten und vieles andere mehr. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 85.000,-€. Wer sich zum seltenen Ereignis des Glockengusses anmelden und am Freitag, 11.10.19 mitfahren möchte, der kann sich im Pfarrbüro anmelden. Der Programmablauf ist wie folgt vorgesehen: 06.30 Uhr Abfahrt Unterspiesheim 06.35 Uhr Abfahrt Gernach 10.00 Uhr Besuch des Glockenmuseums Glockenwelt Burg Greifenstein (Führung 4,-€) 11.45 Uhr Mittagessen 14.00 Uhr Glockenguss bei Fa. Rincker 16.00 Uhr Rückfahrt Änderungen sind möglich. Der Fahrpreis beträgt ca. 13,50 €.

  • Am 11. Oktober 2019
    Der Hl. Dominikus sorgte für die Verbreitung des Rosenkranzgebetes als biblisches Betrachtungsgebet, das wir im Monat Oktober besonders üben. Herzliche Einladung zum gemeinsamen Gebet des Rosenkranzes und zur Feier der Rosenkranzandachten. Die Eröffnung des Rosenkranzmonats Oktober ist am 01.10.19 um 18.30 Uhr jeweils in den drei Gemeinden. Die Termine entnehmen Sie bitte der Gottesdienstordnung. Downloads Terminplan 01.07. - 31.12.2019 (pdf, 45 KB)Terminplan 01.07. - 31.12.2019 Um eine Datei auf Ihren Rechner herunter zu laden, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Dateinamen und wählen "Ziel speichern unter" aus dem Kontextmenü.
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